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Android und Microsofts Patentforderungen

Nach langer Pause schreibe ich mal wieder eine Kleinigkeit zu Android. In den letzten Tagen geistert es wieder durch die Medien: Microsoft verlangt von Android-Smartphone Herstellern Lizenzgebühren (scheinbar zwischen 10-15$ pro Gerät). Das erschreckende ist, dass Microsoft mit den Lizenzgebühren mehr verdient, als mit den Lizenzen für WP7. Da sieht man mal wieder, welches Ökosystem erfolgreicher ist icon wink Android und Microsofts Patentforderungen

Leider wird Android für die Hersteller dadurch uninteressanter. WP7 wird zu günstigeren Konditionen lizenziert. Microsoft übt mit dieser Preispolitik und während den Verhandlungen Druck auf die Hersteller aus. Ziel ist, dass die Hersteller für Android an M$ (Microsoft) zahlen und WP7 Geräte produzieren.

Hoffentlich lassen sich die Hersteller nicht abschrecken oder Google unternimmt etwas dagegen. Die Nortel-Patente wären eine Möglichkeit gewesen. Zudem war der Kaufpreis für Google bezahlbar (bezogen auf liquide Mittel).

P.S.: Was ich mich immer Frage: Für Android EU-Geräte müsste eigentlich keine Lizenz bezahlt werden, oder? In der EU haben die Softwarepatente von M$ wohl keine Gültigkeit.

Microsoft benennt Konkurrenz für Windows

Microsoft veröffentlichte in einer Pflichtmitteilung an die SEC (Börsenaufsicht), dass Windows immer mehr (und härtere) Konkurrenz bekommt.

Zur Konkurrenz zählt für Microsoft Apples Mac OS, Canonicals Ubuntu und RedHat. Hauptsächlich in Schwellenländern sieht Microsoft seine Vorherrschaft durch Linux bedroht.

Erstaunt war ich, als ich gelesen habe, dass Microsoft auch alternative Plattformen als Konkurrenz sieht: Google Chrome OS und Android. Besonders Android dürfte eine harte Konkurrenz werden, besonders für Windows Mobile. Der Desktopbereich dürfte durch Android keine Marktanteile für die Redmonder verlieren.

Auch die treuen Partner Intel und HP entwickeln aktiv an Linux-Alternativen.

Vielleicht wacht Microsoft mal auf und holt alles an Entwicklung nach, was sie die letzten Jahre verschlafen haben. Innovationen finden nämlich in anderen Unternehmen statt.

Freie Entscheidung beim Browser

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Freie Browserwahl

Die EU-Kommission möchte im Browsermarkt mehr Wahlmöglichkeiten. Sie hat Microsoft dazu verdonnert, dass Windows nicht mehr mit dem Internet Explorer verbunden sein darf. Jeder Nutzer soll die Möglichkeit haben, seinen Browser wählen zu können und den IE zu deinstallieren.

Es gab den Vorschlag von Microsoft, Windows 7 E auf den europäischen Markt zu bringen. Weder die EU-Kommission noch die OEM-Hersteller waren davon begeistert. Nun bietet Microsoft einen besseren Vorschlag. Es soll möglich sein, dass nach der Installation der User die Auswahl hat, welcher Browser installiert werden soll.

Ich persönlich finde diesen Vorschlag am Besten. Das Tolle ist, dass diese Auswahl auch mit einem zukünftigen Update auf allen XP oder Vista Rechnern erscheinen soll. Da kann man nur hoffen, dass die User die richtige Wahl treffen: Alles nur nicht den IE. Jeder Web-Entwickler wird es dem Wählenden danken.
Quelle: Golem

Microsoft gibt Versagen bei Windows Mobile zu

Gerade habe ich diesen wunderbaren Artikel gelesen (man beachte das Bild). Er zeigt sehr schön auf, dass Microsoft gerade in einer großen schwarzen Phase ist. Überall haben Sie unzufriedene Kunden oder schwindende Marktanteile. Mal ein paar Beispiele:

  • Zune floppte (sollte eine iPod Konkurrent werden)
  • Vista floppte (auch, wenn Microsoft das nicht zugeben möchte)
  • alle Suchmaschinen von M$ floppten (MSN, LiveSearch – bei Bing muss man noch abwarten)
  • Windows Mobile verliert immer mehr an Marktanteilen (vor allem weil HTC – sie liefern 80% der WM-Geräte – weniger WM-Produkte auf den Markt werfen, dafür mehr Android Geräte)

Microsoft gibt sogar zu, dass Windows Mobile nicht konkurrenzfähig ist und versucht genzusteuern, aber ob das gelingt? Man kann aber jetzt schon sagen, dass Windows Mobile 6.5 nicht zu mehr Marktanteilen führen wird. Diese Version hat nur wenige kleine Neuerungen und hauptsächlich Bug-Fixes.

Der schnellste Weg für ein gutes Handy-OS wäre Palm aufzukaufen. Mit dem neuen webOS und dem Pre hat Palm einen guten Wurf gelandet, trotzdem steht die Firma noch auf wackeligen Beinen. Da wäre eine Übernahme für Microsoft nicht so schwer und in bester Unternehmenstradition: Kaufe, was du selber nicht auf die Reihe bekommst.

Blackberry App World kommt

Nun bringt also Blackberry auch einen Market / Store für eigen Anwendungen heraus, wie dieser Meldung zu entnehmen ist. Das wäre nun eine weitere Plattform für mobile Anwendungen nach dem Apple AppStore und dem Android Market. Auch Microsoft möcht demnächste eine Plattform für mobile Anwendungen veröffentlichen. Ich bin sehr gespannt, ob diese Kandidaten so erfolgreich, wie der AppStore, werden. Man muss noch erwähnen, dass Sun bereits den Java Store in der Beta-Phase testet. Auch Symbian will einen Store eröffnen (scheinbar beliefern sie Nokias Ovi).

Der Android Market bietet eine Vielzahl an Anwendungen, wenn auch viele davon qualitativ nicht die Besten sind. Das liegt daran, dass jeder Anwendungen hochladen kann, nachdem er einmalig 25$ gezahlt hat. Im AppStore wird bekanntermaßen erst überprüft, ob die Anwendung zulässig ist, was schon einige Entwickler verärgert hat, wie auch zuletzt Google.

Im zukünftigen Market von Microsoft muss man jedes Jahr 99$ bezahlen und darf dann drei Anwendungen veröffentlichen (ich glaube die Zahlen waren so, bin mir nichtmehr ganz sicher). Das könnte die Qualität der Anwendungen hoch halten. Viele kleine kostenlose Anwendungen, die besonders sinnvoll sind, werden dadurch aber nie in den Market gelangen. Daher glaube ich, dass dieses Konzept nicht sehr erfolgreich sein wird.

Als Fazit könne man zusammenfassen: Apple hat eine super Vorlage für einen neuen Markt vorgelegt. Android ist mit einem ähnlichen aber freierem Konzept auch erfolgreich (nicht ganz so erfolgreich wie Apple icon wink Blackberry App World kommt ). Bei den anderen beiden Konzepten muss man abwarten, was die Kunden dazu sagen, sobald sie verfügbar sind. Zudem werden noch viele weitere Markets und Stores eröffnet, da viele Begriffen haben, dass es ein großer Markt ist und noch größer werden kann.