Admob und die geringe Erfüllungsrate
Seit geraumer Zeit ist die Erfüllungsrate (die Anzahl der angezeigten Werbung im Verhältnis zu Anfragen) sehr schlecht. Immer öfter liest man von einer Erfüllungsrate von ca. 50%. Das bedeutet, dass die Publisher (die Entwickler) nur die Hälfte einnehmen, da die Werbeflächen in 50% der Fälle brach liegen.
Dieses Problem betrifft nicht nur Android-Entwickler. Auch einige iPhone-Entwickler beschweren sich schon in diversen Blogs und Foren. Scheinbar hat Admob zu wenig Firmen, die Werbung schalten, somit auch die geringe Erfüllungsrate.
Frägt man bei Admob nach den Gründen für die geringe Erfüllungsrate, glänzt das Unternehmen mit Schweigen. Man erhält eine Mail, dass die Anfrage eingegangen sei. Aber eine Antwort erhält man auch nach Wochen nicht.
Ich hoffe nur, dass Google Admob möglichst schnell übernehmen darf (es fehlen noch Zustimmungen) und Admob möglichst schnell in Google Adsense integriert wird. Adsense bietet eine sehr hohe Erfüllungsrate (fast 100%). Viele Entwickler dürften sich damit über fast doppelt so hohe Einnahmen freuen.
Hoffen wir das Beste, denn vernünftige Alternativen gibt es keine (es gibt Alternativen, diese sind aber noch schlechter).
QuattroWireless – Alternative zu AdMob?
QuattroWireless ist ähnlich wie AdMob, ein Dienstleister für mobile Werbung. Der erste Unterschied ist, dass dieses Unternehmen sehr aggressiv auf Publisher-Suche geht. Ich habe vor einiger Zeit eine Mail bekommen. Vermutlich schreiben sie alle Publisher aus dem Android Market an.
Ich dachte mir, dass ich dem Unternehmen mal eine Chance geben könnte und registrierte mich. Die Registrierung hatte geklappt, aber wie bekomme ich nun das SDK? Also schrieb ich meinem “persönlichem” Berater. Er bedankte sich, dass ich einen Fehler gefunden hatte und auch meldete. Nach einer Woche wurde der Link für das SDK eingebaut. Das machte auf mich einen sehr unprofessionellen Eindruck.
Nachdem ich das SDK nun herunterladen konnte, implementierte ich es testweise in eine kleine App. Hier stießen mir wieder zwei Punkte negativ auf. Die Ladezeit ist zu lang. Es dauert eine Ewigkeit, bis die Werbung eingeblendet wird. Der zweite Punkt betrifft das Layout. Erst, wenn die Werbung geladen wurde, wird Platz im Layout beansprucht. Baut man die Werbung ganz oben im Layout ein, dann rutscht das komplette Layout nach unten, sobald die Werbung geladen ist und eingeblendet wird. Das sind sehr unschöne Effekte, die bei AdMob nicht auftreten.
Im Dashboard von QuattroWireless kann man nun die App für den produktiven Einsatz freischalten. Laut Beschreibung werden danach keine Test-Werbebanner mehr eingeblendet. Soweit die Theorie. Die Praxis zeigt, dass auch nach Tagen noch Test-Werbebanner eingeblendet werden.
Mein Fazit: Eine einzige Katastrophe, ich werde es nicht einsetzen. Nun weiß ich auch, warum es ganz wenig Publisher gibt, die mit diesem Unternehmen kooperieren.
Google kauft AdMob
AdMob bietet, im Gegensatz zu Google, schon seit geraumer Zeit Werbung für Android und iPhone an. Ich selber habe auch schon mit AdMob gearbeitet. Die Einbindung ist einfach und Werbung wird sofort eingeblendet. Eigentlich bin ich mit AdMob ganz zufrieden. Nachteile sind:
- Auszahlung vom Guthaben dauert teilweise recht lange
- manchmal schwachsinnige Werbung
- manchmal gar keine Werbung (Portfolio erschöpft?)
Nun habe ich heute Abend eine Nachricht des AdMob-Chefs erhalten: “Google to Acquire AdMob”. Da war ich kurz überrascht, dass diese Firma auf einmal vom Erdboden verschwinden wird. Google hat vor kurzer Zeit begonnen, AdSense für mobile Inhalte auszuweiten. Scheinbar hat AdMob aber ein größeres Netzwerk aufgebaut, das es wert war, für 750.000.000$ aufzukaufen. Nun bin ich mal gespannt, wie es weitergehen wird.
P.S.: Auch Golem berichtet bereits.