Google TV mit der Logitech Revue
Endlich hatte ich die Möglichkeit die Logitech Revue mit Google TV zu testen.
Sobald man den Karton öffnet, fällt der Blick auf die riesige Tastatur. Nimmt man sie aber zum ersten Mal in die Hand, bemerkt man das äußerst geringe Gewicht. Trotzdem wird man sie wohl kaum den ganzen Fernseh-Abend in der Hand halten.
Unter der Tastatur befinden sich dann die anderen mitgelieferten Teile:
- Tastatur
- Logitech Revue
- Batterie
- HDMI-Kabel
- IR-Blaster
- Anleitungen
- Netzteil mit US-Stecker
Die Revue selber ist sehr schick mit dem schwarzen Hochglanzlack. Das Gehäuse ist nicht sehr groß und macht unter dem TV eine sehr gute Figur.
Der Anschluss klappt problemlos. Die Revue wird einfach per HDMI an den TV angeschlossen. Der Receiver kommt dann auch per HDMI an die Revue. Dann noch das Netzteil anschließen und es kann losgehen. Aber vorsicht: Es wird ein zweipoliges Kabel mit Eurostecker benötigt (sehr günstig im Internet zu erwerben).
Den IR-Blaster habe ich nicht angeschlossen, da die Revue im Gehäuse schon IR-Dioden verbaut hat. Diese müssen auch nicht direkt auf den Receiver oder den TV zeigen. Das infrarote Licht wird an Wänden reflektiert und erreicht so die anderen Geräte (wenn diese nicht verdeckt sind).
Nach dem ersten Start werden diverse Einstellungen abgefragt. Unter anderem auch der ZIP-Code. Dadurch wird man immer in den USA lokalisiert.
Es werden noch Updates installiert und die angeschlossenen Geräte eingerichtet. Die Revue scheint dazu auf die Harmony-Datenbank zurückzugreifen. Zumindest wurde mein Kathrein-Receiver erkannt und musste nicht eingerichtet werden. Der Toshiba-TV wurde nicht erkannt und es musst auf der TV-Fernbedienung drei Tasten gedrückt werden. Danach war schon alles eingerichtet und betriebsbereit.
Nach einigen Testtagen kann ich nun sagen, dass Google TV tolle Ansätze hat, aber noch ausbaufähig ist. Google TV verwendet auch den Android Market, zeigt allerdings eine gefilterte Ansicht. Das bedeutet, dass die Entwickler in ihren Apps explizit angeben müssen, dass kein Toucscreen notwendig ist. Ansonsten sieht man die Apps mit Google TV im Market nicht (obwohl die meisten trotzdem funktionieren würden). Viele Entwickler haben ihre Apps wohl noch nicht angepasst und der Market ist sehr überschaubar.
Ein anderer “Nachteil” ist die fehlende Sprachanpassung. Google TV kann nur Englisch. Das ist für mich kein großes Problem, allerdings kann nicht jeder Englisch. Android kann standardmäßig diverse Sprachen. Warum wurden diese bei Google TV entfernt, das auf Android aufbaut?
In den USA ist Google TV wohl noch mehr mit dem eigentlichen TV-Programm verknüpft. Beispielsweise kann man in der Suchleiste nach Sendungen suchen und es wird angezeigt, wo diese gerade laufen. Das Funktioniert hier nicht. Auch kann man hier keine Filme leihen, wie es in den USA möglich ist. Es scheint wohl eine sehr bequeme Art zu sein, Filme zu leihen (über diverse Anbieter).
Für Youtube, den Browser oder zum fernsehen ist die Google TV ideal. Dies funktioniert richtig gut und kann ähnlich wie Android bedient werden. Auch Multitasking beherrscht Google TV problemlos. Das aktuelle TV-Bild kann in Apps zusätzlich eingeblendet werden und man sieht, wann die Werbung vorbei ist und man vom Browser (als Beispiel) zurückschalten kann.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es die richtige Richtung ist, aber Google noch Arbeit vor sich hat. Vor allem müssen sie die Entwickler überzeugen.
CloudVoc – Vokabeln lernen, egal wo
Heute möchte ich auf einen neuen Service aufmerksam machen: CloudVoc. CloudVoc ist ein Webservice der es erlaubt, Vokabeln auf diversen Endgeräten synchron zu halten und zu lernen. Wörtschätze können in Sekunden zwischen Freunden ausgetauscht werden. Zusätzlich wird eine Android-App angeboten. Diese ist für Smartphones und Tablets optimiert.
Das Lernen wird durch statistische Auswertungen unterstützt. Die Statistiken werden übrigens auch auf alle Endgeräte synchronisiert.
Einfach ausprobieren, denn CloudVoc ist kostenlos.
Android und Microsofts Patentforderungen
Nach langer Pause schreibe ich mal wieder eine Kleinigkeit zu Android. In den letzten Tagen geistert es wieder durch die Medien: Microsoft verlangt von Android-Smartphone Herstellern Lizenzgebühren (scheinbar zwischen 10-15$ pro Gerät). Das erschreckende ist, dass Microsoft mit den Lizenzgebühren mehr verdient, als mit den Lizenzen für WP7. Da sieht man mal wieder, welches Ökosystem erfolgreicher ist
Leider wird Android für die Hersteller dadurch uninteressanter. WP7 wird zu günstigeren Konditionen lizenziert. Microsoft übt mit dieser Preispolitik und während den Verhandlungen Druck auf die Hersteller aus. Ziel ist, dass die Hersteller für Android an M$ (Microsoft) zahlen und WP7 Geräte produzieren.
Hoffentlich lassen sich die Hersteller nicht abschrecken oder Google unternimmt etwas dagegen. Die Nortel-Patente wären eine Möglichkeit gewesen. Zudem war der Kaufpreis für Google bezahlbar (bezogen auf liquide Mittel).
P.S.: Was ich mich immer Frage: Für Android EU-Geräte müsste eigentlich keine Lizenz bezahlt werden, oder? In der EU haben die Softwarepatente von M$ wohl keine Gültigkeit.
HTC Sense und die Vorschläge
Die Tastaturen in Android bieten Vorschläge beim Tippen. Eigentlich auch sehr nützlich. Für eine App jedoch wollte ich die Funktion abschalten. Klappt auch mittels:
android:inputType="textFilter"
Dieses Attribut wird in die XML-Datei beim EditText-Element eingefügt.
Leider zeigen Android Smartphones mit HTC Sense weiterhin Vorschläge an. Durch langes Suchen fand ich dann die Lösung. Funktioniert nun wunderbar:
android:inputType="textFilter|textNoSuggestions"
Android Speech Recognition
Dieser Blog-Eintrag entstand nach einer langen Suche. Ich wollte der Android Speech Recognition die Sprache mitgeben, die erkannt werden soll. Alles kein Problem, denn es gibt den Paramter EXTRA_LANGUAGE. Das große Problem: Welche Sprachen werden unterstützt und wie müssen die übergebenen Strings aussehen. Scheinbar gibt es im ganzen Netz nichts dazu. Man findet den Tipp, mit dem BroadcastReceiver, aber der liefert nur NULL anstatt der verfügbaren Sprachen. In einem Google Blog-Eintrag fand ich die wohl aktuell unterstützten Sprachen. Durch ausprobieren fand ich dazu noch die passenden Übergabe-Strings. Diese lauten:
- en-US
- de-DE
- fr-FR
- es-ES
- it-IT
- pl-PL
- ru-RU
- cs-CZ
- tr-TR
Vermutlich sind noch andere Kombinationen möglich (Sprache mit anderem Land). Ich bin mir aber recht sicher, dass ich alle Sprachen damit abgedeckt habe.
Galaxy Tab für ca. 600€
Gerade auf Engadget entdeckt. Carphone Warehouse bietet das Galaxy Tab für 429£ an. Das sind ca. 600€. Damit entspricht der Preis des Tablet dem des Dell Streaks. Wie von vielen gehofft, bewegt sich der Preis nun in eine realistische Richtung.
Dell Streak: Update kommt im Oktober
Das sind gute Nachrichten. Laut Golem soll das Dell Streak Android 2.1 im Oktober bekommen. Android 2.2 (Froyo) soll bereits im November folgen.
Ich finde dieses Update-Verhalten merkwürdig, jedoch ist die Quelle seriös.
Damit wird das Dell Streak noch besser. Es hat mich bereits jetzt überzeugt. Manchmal vermisst man dann aber doch Funktionen, die erst mit 2.0 (und später) dazu kamen. Das wären beispielsweise:
- bessere Galerie
- Multitouch
- per Bluetooth Dateien versenden
- bessere Performance
- Flash
- die Funktion als Acesspoint
- Apps2SD (fast nicht nötig, durch den großen internen Speicher des Streaks)
Freuen wir uns auf Oktober / November.
Übersicht über verfügbare Android Modelle
Habe gerade einen interessanten Blog gefunden, auf dem eine Übersicht über aktuell verfügbare Android-Geräte ist. Die Geräte waren auf der Google I/O ausgestellt. Glücklicherweise wurden Bilder gemacht. Nun aber den Link: http://www.androidpolice.com/2010/05/20/android-phones-from-all-over-the-world-showcased-at-google-io-google-io-blitz-coverage-day-1/
Ich wusste, dass es viele Android-Smartphones gibt. Aber von einigen habe ich noch nie etwas gehört.
Google Maps Navigation nun auch in Deutschland
Endlich ist es soweit. Google hat Deutschland für die Google Maps Navigation freigegeben. Zu Zielen in Deutschland kann nun kostenlos und mit Sprachansage (auch Straßennamen) navigiert werden. Vor einiger Zeit hat es diese Funktion schon gegeben. Wurde aber sehr schnell wieder deaktiviert. Damals war ich von der Überlegenheit zu manch anderem Navi begeistert.
Chrome to Phone
Die Funktion, dass man Websites und Google Maps direkt an das Android Smartphone schicken kann hat mir bei der I/O schon gefallen. Nun ist diese Funktionalität bereits nutzbar: http://code.google.com/p/chrometophone/
Zu beachten ist allerdings, dass dies erst mir Android 2.2 funktioniert.
Ich bin ziemlich begeistert. Meistens dauert es nur wenige Sekunden, bis die Website auf dem Handy geöffnet wird. Bei Google Maps wird mir jedoch nicht die Ansicht vom Desktop angezeigt, es wird lediglich Google Maps geöffnet. Kann nur noch besser werden.
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